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Die Betriebseinheit České Budějovice

Die Betriebseinheit České Budějovice wurde am 1. Dezember 2007 gegründet. In der Zeit ihrer Entstehung wurden ihr fünf Betriebsarbeitsstellen (České Budějovice, Horní Dvořiště, Protivín, Strakonice, Veselí nad Lužnicí) unterstellt. Die erste Änderung der Organisationsstruktur wurde bereits am 1. März 2009 durchgeführt, wann die erste Betriebsarbeitsstelle in Horní Dvořiště (unter der Betriebsarbeitsstätte České Budějovice) und Strakonice (unter BA Protivín) aufgelöst wurde. Der Kreis der Betriebseinheiten wurde wesentlich zum 1. Juni 2013 erweitert, als unter die Budweiser „Führung“ auch ein Teil der aufgelösten Betriebseinheit Plzeň unterstellt wurde, konkret handelt es sich um den Bezirk der BA Plzeň Hauptbahnhof.   Die Betriebsarbeitsstelle Domažlice wurde bereits in der ersten Etappe zum 1. März 2009 aufgelöst. Am 31. Dezember 2013 wurde die Tätigkeit der BA Veselí nad Lužnicí beendet. Unseren kurzen Rückblick in die „Organisationsgeschichte“ können wir mit der Feststellung abschließen, dass der jeweilige Güterverkehr von drei unterordneten Arbeitsstellen ( České Budějovice, Plzeň Haupbahnhof und Protivín)  gesichert wird.  Die Leitung der Betriebseinheit hat ihren Sitz auf der Adresse Novohradská 1787, 370 01 České Budějovice.

Der Verwaltungsbezirk der Betriebseinheiten České Budějovice enthält heute 1 570 km von Strecken, auf denen 153 Tarifpunkte befindlich sind. Die Infrastruktur der Nachbarländer ist mit der BE České Budějovice in Horní Dvořiště und České Velenice (Österreich) und in Česká Kubice und in Železná Ruda (Deutschland) verbunden. Der Übergang in Železná Ruda wird jedoch nicht von Güterzügen genutzt und auch der Übergang in Česká Kubice ist primär nur für Beförderungen von komplexen Zügen bestimmt, vor allem für Züge mit Personenkraftwagen. In BE České Budějovice arbeiten 472 Mitarbeiter, im Vergleich zu den ursprünglichen 683 Mitarbeitern in der BE České Budějovice und im Vergleich zu den 714 Mitarbeitern in der BE Plzeň zum 1. Januar 2008.

  • die Verladung für ein Jahr (inkl. Einreise am Grenzbahnhof): ca. 1,9 Mio. Tonnen Ware
  • die Ausladung für ein Jahr (inkl. Ausreise am Grenzbahnhof): ca. 3,6 Mio. Tonnen Ware

Nicht alle Kunden im Bezirk der BE České Budějovice können erwähnt werden, es ist jedoch kein Geheimnis, wenn wir sagen, dass in diesem Bezirk die Ausladung von Festbrennstoffen von einer großen Bedeutung ist. Die Kohle ist mit unseren Zügen in die Heizkraftwerke in České Budějovice, Strakonice, Plzeň, Tábor und Planá nad Lužnicí befördert. An den zwei zuletzt genannten Orten wird von den Mitarbeitern unserer Gesellschaft auch die Ausladung von Brennstoffen am Anschlussgleis durchgeführt.  Ein wichtiger Brennstoff ist auch die Biomasse, die aus dem gesamten Kreis unserer Betriebseinheit sowie aus weiteren Stationen im Bezirk der BE Ústí nad Labem und Praha in das Heizkraftwerk in Plzeň befördert wird. Eine bedeutende Kommodität, die im Bezirk verladen wird, ist mit Rücksicht auf den Charakter der Region auch das Holz. Einen ungewöhnlichen Anstieg erlebt in letzten Jahren die kombinierte Beförderung.  Diesen Anstieg verdanken wir vor allem dem Dienstleister METRANS, für den von uns die Zugbeförderung in das Containerterminal in Nýřany gesichert wird. Komplette Züge mit Kraftstoffen zielen nicht nur in die Lager von ČEPRO - zu den Bahnstationen mit der größten Ausladung gehören Bělčice, Domažlice, Písek, Tábor, Třemošná u Plzně und Včelná. Interessant ist auch, dass der Dieselkraftstoff auch für die Gesellschaft JHMD befördert wird, welche die bekannten Schmalspurbahnen im Bezirk Jindřichův Hradec betreibt. Unser bedeutender Kunde ins auch die Gesellschaft ROSSO STEEL in Mirošov (Stahlerzeugnisse).

Wir dürfen auch die Beförderungen von Glasflaschen und Malz in die weltbekannte Bierbrauerei Budweiser Budvar nicht vergessen. Diese Aufzählung von interessanten Geschäftsfällen kann mit der Erwähnung der Militärtransporte abgeschlossen werden, die aus/nach Polečnice, Bechyně, Kařízek oder Balkovy Lhoty durchgeführt werden. Bei der Ein- und Ausladung von Containern mit dem Militärmaterial hilft oft auch der Straßen-Autokran aus der BE České Budějovice.

TOP Tarifpunkte nach der Aufladung (2015): Horní Dvořiště Grenzübergang, Nýřany, Plzeň Hauptbahnhof, Česká Kubice Grenzübergang, České Budějovice, Nové Hrady, Domažlice, České Velenice Grenzübergang, Chlumčany u Dobřan, Mirošov.

TOP Tarifpunkte nach der Ausladung (2015): Plzeň Hauptbahnhof, České Budějovice, Horní Dvořiště Grenzübergang, Nýřany, Strakonice, Dívčice, Tábor, Domažlice, Česká Kubice Grenzübergang, České Velenice Grenzübergang

 

Drei Merkwürdigkeiten aus der BE České Budějovice

Bechyňka und Lipenka: die ältesten elektrifizierten Bahnstrecken in der Tschechischen Republik

Bereits am 20. Juni 1903 wurde hier der elektrische Betrieb auf der örtlichen Strecke eröffnet, der aus Tábor nach Bechyně führte. Diese Bahnstrecke wurde nach dem Projekt des bekannten tschechischen Entwicklers František Křižík gebaut.  Der Initiator des Aufbaus des Vorhabens „Lipenka“, also der Bahnstrecke, die aus Rybník nach Lipno nad Vltavou führte, waren Arnošt Porák (der Besitzer des Papierwerks in Loučovice) und Bruno Pammer (Abt des Klosters in Vyšší Brod). Der Betrieb auf der durch den Gleichstrom mit der Spannung 1.280 V  elektrifizierten Strecke wurde am 17. Dezember 1911 eröffnet. Besonders die zweite genannte Strecke hatte eine große Bedeutung für die Holzbeförderung aus dem Böhmerwald, ferner für die Beförderung vom Papiergrundstoff sowie anderer Ware. Eine weitere berühmte Zeit erlebte die Strecke „Lipenka“ in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts bei dem Aufbau der Talsperre Lipno. In den Jahren 2000 – 2001 wurde im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Strecke nach Horní Dvořiště die Stromversorgung in Wechselstrom (25 kV/50 Hz) gewechselt. Ergänzend kann man sagen, dass heute auf der „Lipenka“ ca. 250 Wagen jährlich ein- und ausgeladen werden. An der Stirn von Manipulationszügen können wir auch hybride Doppelquelllokomotive der Reihe 218 sehen. Der Güterverkehr wird auf „Bechyňka“ von Motorlokomotiven der Reihe 742 gesichert, der Auf- und Ausladungsvolumen beträgt ca. 100 Wagen jährlich, inkl. Militärlieferungen.

 

Číčenice - Volary: die einzige Strecke mit einem Radioblock in der Tschechischen Republik

Der Radioblock ist ein neues Sicherungssystem, das auf den regionalen Strecken mit einer vereinfachten Steuerung des Bahnverkehrs (D3) den menschlichen Fehler eliminieren sollte.  Seine Installation auf der Strecke  Číčenice – Volary wurde nach ernsten Unfällen in Jahren 2004, 2007 und 2011 initiert, die hier passierten und bei denen drei Personen gestorben sind. Der Radioblock übergibt die Informationen nicht auf dem klassischen Wege über Kabelleitungen sondern über das GSM System. Die Anlage besteht aus zwei Teilen - der erste Teil ist die vom leitenden Dispatcher mittels JOP gesteuert, der andere Teil,  das Terminal ist auf dem Antriebswagen platziert. Das System kontrolliert den Maschinenführer, damit er ohne Erlaubnis die Zugfolgestelle nicht verlässt, und damit zwei Züge nicht gegeneinander einfahren.  Der Zug ist darüber hinaus vom GPS-System überwacht. Der nächste unbestrittene Vorteil des Radioblocks ist die Tatsache, dass er nicht durch einen Diebstahl oder Kabelbeschädigung außer Betrieb gesetzt werden kann Zwischen Číčenice und Volary ist dieser Radioblock im Betrieb seit dem Jahr 2012. Der Installation des Sicherheitssystems musste sich auch die Firma ČD Cargo anpassen, die auf dieser Strecke die Bedienung des wesentlichen Teils des Böhmerwaldes versorgt. Für den Betrieb auf dieser Strecke sind heute die Lokomotiven 743.005 und 743.009 ausgestattet.

 

Temelín: „spezifische Schleppbahn“

Das meiste Material für den Aufbau des Atomkraftwerks Temelín wurde durch die Bahnstrecke geliefert und noch vor kurzer Vergangenheit wurde dieses Kraftwerk mit dem Kraftstoff auch auf dem Wege der Bahnstrecke versorgt. Diese Strecke bewahrt hier auch heute eine bedeutende Stelle. Die Lokomotiven der Aktiengesellschaft ČD Cargo sichern jeden Arbeitstag die Bedienung der Kraftwerkschleppbahn. Auf der Bahn führen auf die Schleppbahn auch verschiedene Chemikalien, die im Kraftwerkbetrieb benutzt werden, Transformatoren oder andere große technologische Blöcke und auch spezielle Container für den benutzten Kernbrennstoff.  Ein wirklich kundenspezifischer Dienst ist die Sicherung des Rangierens im Kraftwerkareal in der Zeit der alljährlichen Stillsetzung. Während der Stillsetzung wechseln auf der Schleppbahn bei den Tag- und Nachtschichten 12 speziell eingeschulte Maschinenführer ČD Cargo, die die Beförderung vom frischen sowie ausgebrannten Kernbrennstoff mit technologischen Mitteln des Kraftwerks zwischen den Objekten in diesem Areal sichern.


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